Malaria – eine unterschätzte Gefahr auf Fernreisen
Laut WHO erkranken etwa 110 Millionen Menschen weltweit jedes Jahr an Malaria. Damit ist sie nach der Tuberkulose die zweithäufigste Erkrankung. Die Übertragung von Malaria erfolgt über die Anophelesmücke.
Durch die Zunahme von Fernreisen infizieren sich auch Touristen häufiger mit Malaria-Erregern. Diese sind einzellige Organismen (Plasmodien), die die roten Blutkörperchen befallen und sich dort vermehren. Vor allem nimmt die Erkrankung an der gefährlichen Malaria tropica zu. Eine Impfung gegen Malaria gibt es nicht. Wesentliche Schutzmaßnahme ist neben der medikamentösen Prophylaxe vor allem die Vermeidung von Mückenstichen.
Der Erreger der Malaria tropica zeigt sich zunehmend resistent gegen vorbeugende Medikamente. Diese belasten außerdem den menschlichen Organismus. Sie sollten daher nur dann eingenommen werden, wenn in dem Urlaubsgebiet und während der Reisezeit sehr häufig Infektionen auftreten. Für viele Reiseziele reicht es aus, ein Medikament zur notfallmäßigen Selbstbehandlung im Krankheitsfall (Stand-by-Therapie) mitzuführen.
Lassen Sie sich vor Ihrer Fernreise von einem Tropenmediziner oder in Ihrer Apotheke beraten.

